Die Truman Show | Film

Mir war mal nicht nach ‚was Neuem. Deshalb habe ich spontan zu einem Film gegriffen, der schon gefühlte 100 mal im Player rotiert ist und trotzdem immer wieder funktioniert: „Die Truman Show“.

Trumans malerische Heimat Seahaven ist nicht umsonst von Wasser umgeben. | Quelle: The Truman Show DVD / Paramount
Trumans malerische Heimat Seahaven ist nicht umsonst von Wasser umgeben. | Quelle: Die Truman Show DVD / Paramount

Der Film macht keinen Hehl daraus, worum es geht. Gleich zu Anfang wird erklärt, dass Truman als einziger Mensch auf der Welt nicht weiß, dass er in einem gigantischen Filmstudio lebt, inmitten von Schauspielern, die ihm das echte Leben vorgaukeln. Exportiert wird er als berühmtester Mensch der Welt über die so produzierte, 24 Stunden live gesendete Fernsehshow. Allmählich kommt Truman jedoch in den Sinn, dass etwas in seinem Leben nicht stimmt, zuviele merkwürdie Dinge passieren und die Menschen um ihn herum benehmen sich komisch.

Diese Geschichte ist Aufhänger für so viele Ebenen, die alle mehr oder minder subtil bedient werden. Sei es die Medien- oder Gesellschaftskritik in Form des dargestellten Formats und der zuschauenden Charaktere, die Truman in den Kopf gehämmerte Einstellung über das Entdecken an sich oder auch nur das Gefühl des In-einem-Film-leben, dass viele sicher schon einmal gehabt haben. Man kann nicht sagen, dass das alles allzu raffiniert angesprochen wird, als Ganzes kann es aber überzeugen und gibt einem dennoch genug Raum, um einfach einen schönen Film genießen zu können. Wirkliche Spannungshöhepunkte gibt es allerdings nicht.

Der runde Eindruck ergibt sich auch durch die ganzen Kleinigkeiten, die beachtet wurden. Die Charaktere haben allesamt passende Namen, die Hinweise an Truman, warum er seiner Heimat nicht entfliehen kann, sind allgegenwärtig und vor allem die gesamte Inszenierung ist so aufgestellt, dass man sich als Zuschauer als Betrachter der Serie wiederfindet. Nur selten werden filmtypische ruhige Bilder gezeigt, stattdessen werden andauernd Weitwinkel- und Fischaugenaufnahmen genommen, die Kamera sucht hektisch hin und her, wenn Truman kurzzeitig aus dem Bild verschwindet und bei der Vorstellung von Produkten durch die Schauspieler wird natürlich direkt draufgezoomt.

Dankbar bin ich auch, dass Jim Carrey den Kasper auf ein Minimum zurückfährt und der Film nicht in seinen typischen Albernheiten ertrinkt. Seine Mimik passt diesmal sehr gut zu seinem naiven und gutmütigen Charakter.

Insgesamt kann man sich „Die Truman Show“ immer dann angucken, wenn man einen Film braucht, der allein durch seine rührende Geschichte funktioniert, ohne wilde Handlungsentwicklung auskommt und einen am Ende mit einem zufriedenen Gefühl entlässt. Bei mir wird er sich auch noch weitere 100 male über den Bildschirm laufen :-).
Von mir gibt’s deshalb 8/10 Punkten.

Leave a Comment

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Mehr davon? Folge mir!

%d Bloggern gefällt das: