Linkvorführung (7) – Deutscher Film-Special

Die Berlinale ist gestartet und damit rückt der deutsche Film alljährlich in den Fokus. Mein kleiner Beitrag dazu sind fünf Tipps zu Artikeln und Podcasts, die sich mit der hiesigen Film- und Serienproduktion beschäftigen. Obwohl durch „Victoria“ wieder einmal bewiesen wurde, dass das Klischee vom tatortklonenden, muffigen deutschen Film nicht stimmt, kommen hier genug Insiderstimmen zu Wort, die doch deutlich Kritik üben.

  1. [ZAHLEN] Glaubt man den nackten Zahlen und dem Tagesspiegel, dann geht’s dem Kinos eigentlich ganz gut. Sehr ordentliche Besucherzahlen, ein Haufen Umsatz und sogar mehr Kinos als noch vor einem Jahr stehen zu Buche. Dafür sind auch die heimischen Filme mitverantwortlich.
  2. [DREHBUCHAUTOREN] Dominik Graf beschreibt aus Autorensicht den momentanen Zustand der deutschen Film- und Fernsehindustrie. Dass sich „Eine Branche in Angststarre“ befindet, macht er unter anderem daran fest, dass die Arbeit der Kreativen viel zu sehr von den Verwaltungspositionen in der Entscheindungshirarchie abhängig ist und von dort aus nicht selten völlig abgeändert wird.
  3. [FILMINHALTE] Als ein „Trauerspiel namens ‚Der Deutsche Film‘“ überschreibt Dietrich Brüggemann seine Analyse der momentanen Filmlandschaft. Er macht dafür nicht allein die Geldtopffixierung verantwortlich, sondern meint auch, dass Filmfestivals sowie das Label „deutscher Film“ an sich ihren Teil dazu beitragen, dass deutsche Filme momentan kaum eine Rolle in der Welt spielen.
  4. [DEUTSCHE SERIEN] Im Serientaxi #242 nehmen Axel, Felix und Henning die Serien „Morgen hör ich auf“ , „Braunschlag“ und „Altes Geld“ unter die Lupe und diskutieren, warum man sich in Österreich offensichtlich an gewagteren Stoffen versucht, als es hierzulande der Fall ist. [Audio, ca. 31 Min]
  5. [KRIMIS] Weil ihn die Mordgier der Deutschen ankotzt, schreibt sich Dirk Schümer den Frust von der Seele. Er macht mit dem sicheren Leben der Zuschauer den Grund aus, warum es so viele Leichen im allabendlichen Unterhaltungsfernsehen und der Literatur gibt.
  6. [KURZFILM] Als Bonus noch ein Beispiel dafür, dass aus Deutschland so intelligente wie lustige Filme kommen: „Herman the German[Video, Arte-Mediathek (noch 28 Tage online), ca. 14 Min]

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