Media Monday #134

Neue Woche, neuer Media Monday.

1. Was haltet ihr von den zahllosen Oscar-Artikeln und Prognosen, die derzeit wieder allerorten aus dem Boden schießen? Nett, unnötig, egal, spannend?
Ganz überwiegend nett, wenn begründet teilweise spannend, für die tatsächliche Wahl unnötig und deshalb letztenendes auch egal. Aber das kann man auch über jegliche Rezension sagen, solange man den Film selbst nicht gesehen hat, kann man nicht wirklich mitreden. 😉

2. Aber die Oscars sind ja auch immer noch mal ein Rückblick auf das vergangene Jahr und ich denke, wir haben alle so einige Filme konsumiert. Welcher Film, den ihr im letzten Jahr geschaut (!) habt, meint ihr, hätte das Zeug zum Kultfilm?
Moonrise Kingdom, weil spaßig, tolle Bilder, skurrile Charaktere, berührendes Thema, fantastischer Soundtrack. Hat mir bei der zweiten Sichtung nochmal besser gefallen.

3. Und dann bitte noch eine Empfehlung: Der ideale Anti-Schlechte-Laune-Film ist „The Replacements“ , weil die Story nach Schema ist und man deshalb abschalten und sich ganz auf die Komik konzentrieren kann.

4. Das Thema Comics hatten wir auch schon länger nicht mehr: Habt ihr euch vorgenommen, in der Richtung im noch jungen Jahr etwas zu lesen? Natürlich wenn ja was, wenn nein, warum nicht?
Ich habe von Weihnachten noch den neusten Asterix-Band hier liegen. Ansonsten will ich mich endlich mal Alan Moores „Watchmen“ sowie Frank Millers „Sin City“ nähern. Leider ist letzteres ja nicht gerade günstig.

5. Eine Frage zum Thema Umzug fällt mir doch schon ein, weil das heute bei uns aktuell war: Was ist die eurer Meinung nach sinnvollste Art, die eigene Film- und Büchersammlung zu sortieren?
Nach Thematik oder nach Genre. Ich habe mich für den „Interessante Thematik, dann Genre, dann Regisseur, dann Herkunftsland und dann alle anderen, die ich nicht wirklich einordnen kann“-Mix entschieden. Sinnvoll ist anders, aber ich komme damit klar.

6. Und dann noch was zum Thema Emanzipation: Ich habe in letzter Zeit immer wieder gelesen, wie schlecht Frauen grundsätzlich in den meisten Filmen wegkommen und das sie kaum sinnvolle Rollen haben, bedeutend weniger Dialoge und wenn doch, dann meistens über die Hauptfigur, die natürlich meistens männlich ist. Nennt doch mal als Gegenbeispiel eine richtig starke, charakterlich ausgearbeitete, überzeugende und eigenständige Frauenfigur in Film oder Fernsehen.
Auch wenn sie paradoxerweise keinen Namen hat, so ist es im Film die Protagonistin von „Kill Bill“. In einer Serie fand ich Tami Taylor (nicht die Frau von Tim Taylor, obwohl die auch resolut ist) aus „Friday Night Lights“ sehr überzeugend.

7. Meine zuletzt gesehener Film war 12 Years a Slave und der war berührend und grandios-schrecklich , weil Steve McQueen gerade nicht (allein) durch explizite Szenen die abartige Behandlung der Sklaven zeigt, sondern die ruhigen Szenen, die Details, die Blicke für sich sprechen lässt.

7 Kommentare

  1. Ich beneide dich mit 12 years al slave!:-) Läuft bei uns noch nicht im Kino und ist auch noch nicht abzusehen, wann er kommt! Muss ich halt doch in die Großstadt, den will ich nämlich unbedingt sehen! Schöne Kritik übrigens dazu!!vg Chris

    1. Ich vermute mal, dass die OSCAR-Kandidaten jetzt auch in den kleineren Kinos auftauchen, zumindest habe ich hier in der Gegend diese Beobachtung in den letzten Jahren gemacht. Von daher besteht ja noch Hoffnung. Aber gegen einen Besuch in der Zivilisation ist ja auch nichts einzuwenden, auch wenn es nur für einen Film ist. 😉

  2. Bei „12 Years …“ haben mir auch die vielen Szenen gefallen, in denen einfach nicht gesprochen wird – und die teilweise atemberaubenden Aufnahmen von dem Süden, beispielsweise diese Weidenbäume (?) am Fluss.

    1. Ich fand die Landschaftszenen auch schön, habe allerdings nicht verstanden, was damit gesagt werden sollte. So pervers das klingt, selbst die Bilder von den Baumwollfeldern hatten eine Schönheit. Seit „Forrest Gump“ wollte ich schon immer mal in den Südstaaten Urlaub machen, dieser Film hat meinen Entschluss nochmals bekräftigt.

  3. „12 Years a Slave“ möchte ich auch unbedingt noch sehen! Vor allem, wenn ihn alle Zuschauer so in den Himmel loben. Aber allein der Trailer ist ja schon großartig.

    Und yay zum nicht ganz sinnvollen, aber aus der Sicht eines Filmfans durchaus logischen Anordnung deiner Filme. Ich finds cool 🙂

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