Media Monday #140 – Rosenmontags-Special

Oje, Karnevalsfragen. Für die nicht ganz schmerzfreien Jamben und Reimschemata müsst ihr euch beim Medienjournal-Blog bedanken, denn der hat die Fragen gestellt.

1. Über schlechte Spezialeffekte zu hadern fällt ja leicht, /
aber ich wollte doch mal losgeworden sein, /
dass das Make-Up in „Dogma“ auch extrem schlecht war, /
weil der Golgathaner schon richtig scheiße aussah. *Tusch*

2. Überhaupt, Make-Up und Spezialeffekte, /
es gibt doch auch noch SchauspielerInnen, /
die sich richtig in die Rollen knien /
und körperlich einiges in Kauf nehmen nehm‘, /
um der Figur gerecht zu werden, /
ohne dass man mit dem Computer oder Schminke nachhelfen müsste. /
Bestes Beispiel wären da Michael Fassbenders Künste, /
denn wie der in „12 Years a Slave“ durch die Szenen tobt /
verdient schon einen großen Haufen Lob. *Tusch*

3. Dann gibt es ja auch noch den Fall, /
dass ein- und derselbe Schauspieler mehrere Rollen verkörpert. /
Besonders im Gedächtnis geblieben ist mir da fast jeder Schauspieler in Cloud Atlas, /
weil das hatte schon etwas, /
wie der Zuschauer im Abspann las mit manch‘ Verwunderung, /
wer welche Rolle spielte, da gab es so manche Überraschung.

4. Halloweenfilme gibt es viele, Weihnachtsfilme auch, Karnevalsfilme tendenziell eher wenige. /
Fällt dir einer ein und wenn ja welcher und warum? /
Der, der diese Frage beantwortet, das ist derjenige, /
der um jegliches Karnevalsthema einen Bogen macht herum. /
Deswegen hat er auch keinen Film mit so einer Story, /
von dem er erzählen kann, sorry! *Tusch*

5. Verkleiden kann man sich ja aber auch zu anderen Gelegenheiten. /
Für einen Banküberfall beispielsweise. /
Einprägsamster Film mit maskierten Bankräubern? /
So ein Überfall, der hat ja viele Seiten, /
wenn der Räuber nicht sehr leise, /
auftaucht in einem Nonnenkostüm, um den Tresor zu säubern, /
dann befindet man sich mitten in „The Town“, /
und hat mächtig Spaß, dabei zuzuschau’n.

6. Und Karneval heißt natürlich auch: Spaß haben. /
Bitte ein Filmtipp für einen besonders witzigen Streifen, /
den jeder mal gesehen haben sollte. /
Da kann man sich nur an „Das Leben des Brian“ laben, /
denn so lustig wie dort kann man Religion auch aufgreifen, /
ohne dass man irgendwen damit verletzen wollte.

7. Und zum Schluss für alle, die mit Karneval überhaupt nichts am Hut haben: /
Was mich am meisten nervt zur Karnevalszeit ist, /
dass die Berliner sich orientieren an Kölnern, Mainzern und auch Schwaben /
– und das ist wirklich großer Mist – /
wenn es um den Karnevalsumzug geht. /
Denn warum zum Henker guckt man sich nicht etwas von Rio ab? /
Dann wäre das Ganze auch nicht so ein trauriges Spaßgrab. *finaler Tusch*

15 Kommentare

  1. Schöne Aufmachung, sehr löblich und passend zum Thema. 😉

    Michael Fassbender ist ein sehr gutes Beispiel. Der Mann ist schon grenz-genial gut! Der ist so gut, dass er völlig ohne Maske und Spezialeffekte jede Rolle spielen könnte … behaupte ich jetzt mal.

    “The Town” ist mir als erste in den Sinn gekommen. Auch “Cloud Atlas“ … gut gewählt, ist mir nicht in den Sinn gekommen. Die Maske war aber auch das einzig gute an dem Film. 😉

    1. „Cloud Atlas“ fande ich eigentlich recht gelungen, wenn auch nicht perfekt umgesetzt. Ich kenne aber auch die Buchvorlage, vielleicht gibt das ein paar Pluspunkte.

  2. Die Filme, die Du als Beispiel genannt
    Hat der olle Schlombie nicht gekannt!
    Nur Dogma mal im Player lag
    Doch der Golgathaner mir nichts mehr sagt!
    So dass ich mit den Achseln zucke
    Weil ich die falschen Filme gucke!
    Doch dank Deiner Idee mit dem Reim
    Fiel mir doch ’n rettender Kommentar ein! *Tusch*

    1. Na sowas, will der Schlombie damit etwa sagen, /
      auch des Brians Leben verursacht bei ihm nur Fragen? /
      Wenn dem so ist, dann ärgert er sich sicher grün, /
      sollte er sich nicht schleunigst um eine DVD-Kopie bemüh’n. /
      Denn liest man so seine Antworten auf die sechste Frage, /
      dann ist der Humor auf jeden Fall in der Lage, /
      seinen Geschmack zu bedienen, /
      ein Dank für den Tipp würde sich dann jedenfalls geziemen. *lieber kein Tusch*

      1. Das Leben des Brian zu überlesen
        Ist dann wohl mein Fehler gewesen
        Freilich ist er mir bekannt
        Wenn bei mir auch nicht so anerkannt
        Wie Die Ritter der Kokosnuss
        Die sind doch noch viel eher ein Muss. *Tusch*

        1. Ob Nuss, ob Brian, es ist einerlei, /
          beide Filme sind von Kritik fast frei. /
          Die Pythons gehen einfach immer, /
          wer And’res sagt, hat keinen Schimmer.

  3. Wunderschöne Jamben, da hast du dich aber richtig ins Zeug gelegt 😀

    Und eigentlich ist es wirklich eine gute Idee, sich ein bisschen was von Rio abzugucken, die machen da wenigstens eine schöne Party draus.

    1. Das stimmt, die Jungs haben da Großartiges geleistet. Und eigentlich mag ich auch alles, was John Cleese, Terry Gilliam & co. in Einzelprojekten produziert haben.

  4. Auch wenn es klingt als wenn ich schleime,
    doch waren dies sehr schöne Reime,
    sie zauberten, man glaubt es nicht
    ein Lächeln mir in mein Gesicht,
    und hätte einen Wunsch ich offen,
    jetzt immer so! Das will ich hoffen!

    1. Freut mich, dass es Dich erfreut, /
      doch ist hiermit Deine Hoffnung energisch zerstreut. /
      Denn um in Übung zu bleiben müsste ich Karnevalsfeiern schauen am laufenden Band, /
      und – Du wirst mich verstehen – da renn ich lieber zehn mal gegen die Wand. /
      Wahlweise beiße ich mir auch selbst in den Ellbogen oder in die Nase, /
      denn das ist alles immer noch besser als diese rheinländische „Fröhlichkeits“blase. /
      Drum hoffe ich auch inständig, dass der Wulf für’s nächste Jahr /
      sich ein anderes Special ausdenkt, das wäre wunderbar. /
      Denn ein zweites mal halte ich das sicher nicht aus, /
      das ganze Gereime treibt mir so langsam nämlich den Lebensmut aus.
      *Tusch*

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