Media Monday #227

Huch, da war ja was. Nach achtundzwanzigwöchiger Abstinenz bequeme ich mich auch einmal wieder dazu, die mediamonday’schen Fragen des Medienjournals zu beantworten. Zeitmangel und Schreibunlust adé, jedenfalls habe ich mir das vorgenommen.

mm

  1. „Ring“ bräuchte ich persönlich mir jetzt nicht noch mal ansehen, aber kann ihn trotzdem jedem empfehlen, der dem gepflegten Horror aus Japan nicht abgeneigt ist.
  2. Der Hype um „Victoria“ ist zwar schon länger her, hat mich aber jetzt dazu gebracht, mir Karten für ein kleines Programmkino zu kaufen, das ihn immer noch zeigt. Ich bin sehr gespannt und hoffe, dass der Film auch inhaltlich überzeugen kann, denn irgendeine lahme Geschichte möchte ich nicht sehen, auch wenn sie nur in einem zweistündigen take gefilmt ist.
  3. In Sachen „Doctor Who“ hinke ich ja dermaßen hinterher, ich kenne nicht einmal eine einzige Folge dieser UK-Kultserie. Und um was es genau geht, habe ich aus den Infofetzen, die bisher in meine Wahrnehmung gespült wurden, auch nicht rausfiltern können. Zeitreisen und Telefonzellen, oder?
  4. John Cusack spielt gefühlt ja nur noch in billigsten Produktionen mit, die mir fast alle nichts sagen.
  5. Für Andy Weirs „Der Marsianer“ konnte ich mich sofort begeistern, denn der Mix aus Witz und Realismus ist mit das beste, was ich in den letzten Jahren gelesen habe.
  6. Der Horroctober und Halloween sind gelaufen, Weihnachten lässt noch auf sich warten. Für den November hoffe ich, dass ich die Zeit finde, mich mal wieder verstärkt der Fotografie zu widmen. Soll ja zu dieser Zeit ganz fotogen sein, diese Realität da draußen…
  7. Zuletzt habe ich „Ghostbusters II“ gesehen und das war einerseits zwar wieder ganz toll und unterhaltsam, andererseits aber ein klein wenig ernüchternd, weil die Ideen des ersten Teils unübertroffen sind und der zweite Teil in keiner Disziplin etwas besser macht, was mir durch diese Sichtung wieder vor Augen geführt wurde.

5 Kommentare

  1. Ich habe zwar selbst schon lange nicht mehr beim Media Monday mitgemacht, aber dank Twitter bin ich auf dein „Comeback“ gestoßen und muß jetzt doch meinen Senf dazugeben … 😉

    1. Normalerweise bin ich kein Fan amerikanischer Remakes asiatischer Filme (der Riesenerfolg von „Departed“ regt mich heute noch auf, da das Original „Infernal Affairs“ soooo viel besser ist!), aber in Sachen „Ring“ bevorzuge ich tatsächlich die Hollywood-Version. Ist zwar, wie man sich das so vorstellt, etwas glatter und mainstreamiger, das funktioniert für mich aber wunderbar. Allerdings muß ich zugeben, daß ich zuerst das Remake gesehen habe und dann erst das Original – bei umgekehrter Reihenfolge hätte ich das vielleicht anders empfunden …

    2. Ich bin auch quasi schon seit der Berlinale-Premiere am Überlegen. Grundsätzlich möchte ich innovatives deutsches Kino unterstützen und die „One Take“-Sache ist schon spannend. Auf der anderen Seite finde ich die Story einfach nicht sonderlich interessant und die Kritiker sind sich ja ziemlich einig, daß der immerhin fast zweieinhalbstündige Film erst nach einer Weile richtig gut wird. Schwere Entscheidung …

    3. „Zeitreisen und Telefonzellen“, ja, das stimmt schon so. Ich sag‘ nur: „It’s bigger on the inside!“ Ist jedenfalls eine Bildungslücke, die man als jemand, der auch nur ansatzweise in Nerd-Sphären schwebt (und tun wir das nicht alle?), schließen sollte! 🙂

    4. Stimmt, teilweise hat man das Gefühl, John Cusack wäre der nächste Nicolas Cage. Allerdings gelingt es ihm zumindest bislang besser als zuletzt Cage, zwischendurch noch gute und sogar anspruchsvolle Filme zu drehen („Love & Mercy“, „Der Butler“). Das macht Hoffnung, daß er nicht dauerhaft in Direct to DVD-Gefilden verschwindet …

    5. Muß ich immer noch nachholen, freue mich aber schon darauf.

    1. Das „Ring“-Remake werde ich mir wohl auch irgendwann nochmal geben, einfach weil ich solche Versionsvergleiche spannend finde. Beim dänischen Horrorfilm „Night Watch“ hat das Pendel für mich aber ganz stark zum Original hin ausgeschlagen, da konnte ich mit dem US-Film gar nichts anfangen.

      Bei „Victoria“ bin ich bisher allen Inhaltsbesprechungen aus dem Weg gegangen. Es gäbe für mich noch die Hoffnung, dass bei fehlendem Inhalt die Stimmung alles auffängt. In dieser Hinsicht finde ich so einige deutsche Filme toll, obwohl die Story nicht überragend oder gar nur zweckmäßig ist.

      Was Nerdkram angeht, habe ich noch so einige Lücken. Diese Randerscheinung mit dem pfannkuchenförmigen Raumschiff mit zwei Stäbchen hinten dran und dem Alien mit Fingerfehlstellung müsste ich mich auch mal ernsthaft annehmen… 😉

      1. Es gibt deutlich schlimmeres als Doctor Who nicht zu kennen. So geht es mir mit vielen anderen Serie, die in meinem Freundeskreis angeblich zwingend geguckt werden müssen.
        Ich kann aber ohne Game of Thrones, Breaking Bad und Walking Dead auch ganz gut leben ohne ein schlechtes Gewissen dabei zu haben 🙂

  2. Welcome Back. Kam zwar noch nicht zum lesen, habe aber durch mein Postfach schon mitbekommen, dass hier wieder mehr geht.. Top!

    Zu VICTORIA: Die Frage ist, was du als lahme Geschichte bezeichnest… Es ist definitiv ein Genrefilm, das muss einem klar sein. Und Machart, Wirkung und Inhalt greifen untrennbar ineinander. Bei mir war es so, dass ich durch die Machart ein nie zuvor erlebtes Gefühl des „dabeiseins“ hatte. Dadurch ist (in Verbindung mit der Geschichte) ein Sog entstanden, der mich vollkommen mitgerissen hat. Nach 30 Minuten im Film dachte ich noch: „Hmm.. Ob das was wird“. Als er durch war hat mir der Atem gestockt und außer 10/10 war nichts anderes denkbar. Lass mal deine Meinung hören, wenn du drinw arst 🙂

    1. Lahme Geschichte in dem Sinne, dass die Geschichte lediglich Beiwerk ist und nichts anderes tut, als Aufhänger für den one take zu sein. So toll ich solche Filmexperimente auch finde, Selbstzweck sollten sie nie sein. Aber das klingt doch schon sehr gut.
      Ich werde dann berichten.

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