Snowpiercer (Seolgugyeolcha) | Film

They’ve got no bullets!
– Edgar

Mir war mal wieder nach Weltzerstörung. „Snowpiercer“ hörte sich für diesen Plan geeignet an: Die Reise der letzten Überlebenden in einem Zug auf der Erde, weil sich die Menschheit durch Dummheit einmal mehr hart an die Grenze zur Extinktion gebracht hat, denn dank dem Einsatz von Chemiekalien ist es zu einer lebensfeindlichen Eiszeit gekommen. Der Zug ist das einzige, was ein paar Hundert Seelen davon abhält, Eis am Stiel zu werden. Was nach launigem Sci-Fi in einer postapokalyptischen Welt klingt, hat sich jedoch als wahre Mogelpackung entpuppt, für die ich allerdings jederzeit wieder ein Ticket ziehen und in der ersten Klasse platznehmen würde. Hier mein Reisebericht aus dem Snowpiercer, bei dessen Fahrt ich ordentlich durchgeschüttelt wurde.

Denn was da als düsterer Science-Fiction anfängt, entpuppt sich alsbald als nachdenklich machender und höchst aktueller Kommentar auf die gesamte Menschheit und Regisseur Bong Joon-Ho ist sich nicht zu schade, ein Feuerwerk an bizarren Einfällen abzufeuern und die schlichte Prämisse ganz fantastisch zu kaschieren. Denn die Handlung von einem Zug, in dem im hinteren, schmuddligen Teil der zahlenmäßig dominante Pöbel haust und hungert, während vorne die wenigen Reichen in Saus und Braus leben, klingt nun wirklich nicht innovativ. Und man kommt auch schnell auf den Trichter, dass „Snowpiercer“ in Sachen Realismus nicht das Wahre ist. Allein das Setting in einem Zug, der die Überlebenden über die Erde kutschiert, klingt wahrlich nicht plausibel.

Aber: Darauf kommt es dem Film nicht an. Bong nimmt die Handlung nur als Grundlage, um auf begrenztem Raum mal eben so eine komplette Gesellschaftsdynamik zu simulieren und grandios zu visualisieren. Ich hatte nach einer halben Stunde meine Trauer darüber, dass ich wohl nicht Zeuge einer realistischen Zukunftsvision werde, abgelegt und stattdessen in jeder Szene gebannt gewartet, was Bong wohl als nächstes aus dem Hut zaubern würde. Denn „Snowpiercer“ ist ein Film, der einem eine Zweitsichtung nur so aufdrängt, so viele Hinweise und Querverbindungen sind in Aussage und Handlung versteckt. Da trifft die rebellierende Unterklasse, angeführt von Curtis (Chris Evans), ziemlich schnell auf Oberklassekämpfer, doch bevor der Kampf beginnt, filetieren letztere zunächst in aller Ruhe genüsslich einen Fisch, auf dem Curtis dann auch noch ausrutscht. Kleine Kinder werden aus der niederen Klasse nicht nur entführt, sondern vorher exakt vermessen. Auffällig vielen Personen fehlen Gliedmaßen. „Snowpiercer“ steckt voller solcher bizarrer Szenen und Bilder, die zunächst keinen Sinn zu ergeben scheinen. Nach dem Abspann fing mein Gehirn jedoch sofort an, sämtliche dieser Brotkrumen gedanklich zu suchen und zu sortieren. Denn kaum etwas hat grundlos seinen Weg in die Handlung oder ins Bild gefunden, hinter jedem kleinen Detail verbirgt sich etwas, was zum Gesamtbild beiträgt, mitunter aber erst später Sinn ergibt. Schon damit beschäftigt mich der Film nachhaltig bis jetzt und je länger ich über ihn nachdenke, desto besser gefällt er mir.

Aber auch die Reise der Aufständler durch den Zug selbst ist nur so gespickt vor surrealen Bildern und Ideen. Die Gruppe will zur Spitze des Zuges gelangen, um die Antriebsmaschine unter Kontrolle zu bringen und der aufgezwungenen Klassengesellschaft so ein Ende zu bereiten. So kämpfen und metzeln sie sich von Waggon zu Waggon nach vorne und je näher sie ihrem Ziel kommen, desto absurder wird das Gesehene. Nicht nur kommen so die unterschiedlichsten Filmstile pro Waggon zum Vorschein (Von Thriller über Abenteuer bis Satire war da für mich alles herauszulesen), auch die Filmaussage wird nach und nach zusammengepuzzlet. Mich hat das alles vom Aussagegehalt ein wenig an die „Matrix“ -Trilogie erinnert, in der es auch um die Gesellschaft an sich geht. Währenddessen spielt die Fülle an optischen und inhaltlichen Ideen in einer Liga mit Park Chan-wooks grandiosem „Oldboy“ . Von letzterem kamen mir auch die eingestreuten, eigentlich nicht so recht ins düstere Bild passenden und reichlich überdrehten Charaktere bekannt vor. Allen voran Tilda Swinton als quietschbunt gekleidete und an eine Comicfigur erinnernde Ministerin, die als einzige der Oberklasse regelmäßig den hinteren Zugteil aufsucht und nicht müde wird, den armen Seelen ihr vorherbestimmtes Schicksal zu souflieren, kann sich hier voll austoben, dass es eine Freude ist. Aber auch hier wieder: Die Figur, ihr Aussehen und ihr Verhalten sind nicht frei von Kommentar, der sich erst richtig offenbart, wenn man ihn ihm Kontext des Zuges liest. So formt „Snowpiercer“ eine allegorisches Bild, welches der heutigen Zeit in all seinen Facetten den Spiegel vorhält.

Fazit

Snowpiercer“ ist weder glaubwürdiges Science-Fiction noch Dystopie und er nimmt die Apokalypse lediglich als Aufhänger. Und auch seine Aussage ist nichts, was man noch nie gehört hätte. Wie er jedoch dahin kommt, das ist einerseits durch fantastische Bilder und Einfälle einfach ganz große Unterhaltung. Andererseits wirkt der Film gewaltig nach, weil man erst nach und nach alle gezeigten Szenen, die Verhaltensweisen der Charaktere und das Gesagte in eine Ordnung bringen kann. So ergibt „Snowpiercer“ für mich einen detailreich ausgestaltetes Gesamtbild, bei dem ich mir sicher bin, dass bei einer Zweit-, Dritt- und Viertsichtung immer noch viele kleinere und größere Aspekte hinzukommen, die das Bild noch runder machen.
Ein ganz toller Film, den man gesehen haben sollte.

gesehen: Blu-ray / englisch

Wiederschaupotential: garantiert

Lieblingscharakter: Teacher (Alison Pill).
Lieblingsszene: Das Lied über Wilford.

Eckdaten

Genre: Drama / Gesellschaftskritik / (Science-Fiction)
Herkunftsland: USA / Südkorea
Eckdaten: 2013 / 126 Min / FSK 16
Regie: Bong Joon-Ho
Drehbuch: Bong Joon-Ho | Jacques Lob / Benjamin Legrand / Jean-Marc Rochette (Comicvorlage)

Andere Meinungen

Der Kinogänger (8/10) / Filmherum (3,5/5) / Infernal Cinematic Affairs (8,5/10) / Jacker’s 2 Cents (10/10) / Medienjournal (8/10) / Miss Booleana / Singende Lehrerin (10/10) Tonight is gonna be a large one (8/10)

Ich lerne Filme (2) – Digitale Bildmanipulation

Eigentlich sollte ich mich nicht darüber wundern. Denn die Bildmanipulation ist in der Fotografie seit jeher gang und gäbe und mit dem Einzug der Digitalfotografie praktisch unbegrenzt möglich. Die Pixelschubserei ist mit einen Mausklick erledigt und schon sind Objekte im Bild, die in der Realität nie vor Ort waren, der Himmel ist grün oder der Waschbärbauch auf wundersame Weise in einen Sixpack verwandelt. Dass man seit Dekaden in der Filmbranche auf CGI zurückgreift und ganze Szenen am Computer „gefilmt“ werden, ist ebenfalls hinlänglich bekannt.

Dass jedoch die Bildmanipulation abseits von Tonung und Weichzeichner auch längst bei Filmen Einzug erhalten hat, die kein green-screen-Gewitter zelebrieren, hat mir ein Tutorial zu der Videobearbeitungssoftware After Effects gezeigt. In seinem Video „Invisible Split-Screen Tutorial“ erklärt Benjamin Gill nicht nur, wie man mehrere Versionen der gleichen Szene miteinander mischt, sondern vor allem auch den Grund dafür. Anhand von Szenenfotos aus Filmen von David Fincher zeigt er außerdem (zumindest einen Grund auf), warum der Regisseur auf wackelfreie Aufnahmetechnik setzt.

Ich hätte mir denken können, dass das, was in der Bildbarbeitung durch den Einsatz von Ebenenmasken simpel umsetzbar ist, bei den Profis in der Filmbranche natürlich auch zum Einsatz kommt. Nur habe ich bisher einfach nicht darüber nachgedacht. Das Video hat mir aber wiederum einige Folgeinformationen offebart.
Das Gute: Es zeigt, mit welcher Detailverliebtheit (viele) Filmemacher an ihre Werke gehen. Da wird nicht die kleinste Nebensächlichkeit dem Zufall überlassen. Das Streben nach Perfektion in jeder Szene merkt man Filmen vielleicht nur unterbewusst an, aber es dürfte wohl kein Zufall sein, dass Finchers Filme — ähnlich wie die von Wes Anderson oder anderen Regisseuren, die auf überlegte Bilder Wert legen — zu den guten gehören.

Worüber man hingegen auch nachdenken kann: Den Wert von guter Schauspielerei. Wie bei jeder Manipulation kann man sich mit dem sicheren Wissen, dass Szenen in Frankenstein-Manier komplett zusammengewürfelt werden können, nicht mehr sicher sein, dass der nächste Oscar für die beste Schauspielerei wirklich verdient ist. Vielleicht könnte man ihn doch lieber demjenigen überlassen, der in der post production die Schieberegler bedient hat…

Wieder was gelernt!

Die letzten „Ich lerne Filme“-Beiträge

Media Monday #244

Oje, in der vergangenen Woche bin ich nicht dazu gekommen, auch nur einnen Film zu gucken. Das muss sich schnellstmöglich ändern. Aber immerhin ist auch diesen Montag auf den medienjournal’schen Media Monday wieder Verlass.

  1. Es ist/war wieder Zeit für die Oscars. Meine Meinung: Prinzipiell überflüssig, aber weil die Entscheidungen dort immer mal wieder interessante Meinungsstreits in Podcast- und Blogosphäre hervorrufen, haben sie ihre Berechtigung.
  2. Eine Werkschau der Produktionen von/mit Wes Anderson sowie Aaron Sorkin sind bei mir in vollem Gange bzw. stehen kurz vor dem Abschluss. Eine dritte über die Werke von Kevin Smith befindet sich im Anflug.
  3. Filme und Serien haben vieles gemein, unterscheiden sich aber auch in mindestens ebenso vielen Punkten. Tendenziell bevorzuge ich keins von beiden, denn je nachdem, wieviel Zeit vorhanden ist, darf mich mal ein Film, mal eine Serienepisode oder gleich die gesamte Staffel unterhalten.
  4. Der März steht vor der Tür und da freue ich mich am meisten auf Ostern, weil dann höchstoffiziell einmal mehr „Ben Hur“ geguckt werden darf. Der ist nämlich mein klassischer Osterfilm.
  5. Wenn ich es nicht besser wüsste, würde ich ja in das „der deutsche Film ist scheiße“-Dauergesjammer mit einstimmen. Stattdessen lade ich Niko Fischer lieber auf seinen ersehnten Kaffee in Victorias Cafe ein, fahre mit Floyd an seinem letzten Abend in Hamburg zum Kickern und setzt anschließend alles auf Horst. Wer da jetzt 4 grandiose deutsche Filme drin erkannt hat, darf sich in Los Angeles eine goldene Statue abholen. 🙂
  6. „Jaws“ wird mir immer für seinen Hai im Gedächtnis bleiben, schließlich hat der mir in der Kindheit einen gehörigen Respekt und auch heute noch eine latente Angst vor tiefem Wasser beschert.
  7. Zuletzt habe ich dank eines Stöckchens in mein Bücherregal geschaut und das war sehr deprimierend , weil der SuB einfach nicht kleiner werden will.

Linkvorführung (8) – OSCARS, HIMYM, Jane-Test

Ich habe mit Ich lerne Filme eine neue Serie gestartet, in der ich mich in kurzen Artikeln mit Facetten aus der Filmemacherwelt befassen möchte. Alle anderen interessanten Dinge werden weiterhin in der Linkvorführung geteilt. Und natürlich in meiner RSS-Reader-Liste dort drüben am rechten Rand ganz unten.

Heute mit den schlechtesten Oscoargewinnerkarrieren, der Frage nach der Gefahr des Streamings und der Auseinandersetzung mit Sexismus im Film.

  1. [OSCARS] Die Oscars stehen an und alle fragen sich, wessen Karriere durch den Gewinn einer der kleinen goldenen Figuren als nächstes durch die Decke geht. Die Datenjournalisten von FiveThirtyEight.com gucken sich das andere Ende des Spektrums an und errechnen, wessen Schauspielkarriere nach einem Oscar-Gewinn den Bach runtergegangen ist. [englisch]
  2. [STREAMING] Auf iRights.info widmet man sich abermals den Steamingdiensten. Andreas Busche erklärt, wie „das Netflix-Prinzip“ die goldene TV-Serienära zumindest verändert, was das System für Vor- und Nachteile hat und was der Unterschied zum Amazon-Modell ist.
  3. [HIMYM] Ich habe „How I Met Your Mother“ vor Jahren als billigen „Friends„-Abklatsch abgestempelt und erst seit einiger Zeit sehe ich, was für eine großartige Serie das doch ist. Und seit mich moviepilot.de mit diesem Artikel auf eine fantastische Mini-Hintergrundgeschichte gestoßen hat, weiß ich, wie (über weite Strecken) intelligent eine Sitcom sein kann.
  4. [SEXISMUS] Den Bechdel-Test gibt’s seit Langem. Er soll anzeigen, ob die Frauenrollen in einem Film sinnvoll integriert oder lediglich schmückendes Beiwerk sind. Ich finde diesen Test einigermaßen nichtssagend, dafür klingt der auf Wired.com vorgestellte Jane-Test umso interessanter. Er stellt bereits auf die Beschreibung von Frauenfiguren im Drehbuch ab und soll so schon den Autoren eine Hilfe sein um zu erkennen, ob ihrem Script ein Sexismusvorwurf gemacht werden kann. [englisch]
  5. [ZEITERSPARNIS] Bei Youtube kann man sich jetzt 500 Episoden von „The Simpsons“ auf einmal angucken. [Video, 10 Min]

Sechseinhalb Bücher für 2016

Durch die Nominierung von bullion steigt die psychische Belastung ins Unermessliche. Er zwingt mich nämlich quasi in bücher höchst unverantwortlicher Weise, mich mit der Ecke meines Bücherregals zu beschäftigen, in dem die vielen, vielen ungelesenen Bücher lauern. Weil ich in diesem Stöckchen sechs Bücher vorstellen soll, die ich dieses Jahr zu lesen gedenke. Dieses Jahr! Das schon fast halb rum ist. Das ja leider nicht nur aus Lesen und Filmegucken bestehen kann. Und deshalb auch mit Anderem ziemlich vollgestopft ist. Stress und Panik sind vorprogrammiert. Danke also dafür.

Aber vielleicht hat das Erstellen der folgenden Liste ja auch ihr Gutes. Ein wenig Ordnung im SuB könnte nämlich dafür sorgen, dass ich mich ihm tatsächlich annehme. Hier sind deshalb sechs(einhalb) Bücher, die ich dieses Jahr noch lesen möchte.

  • Das Geraubte Leben des Waisen Jun Do
    Adam Johnson | OT: The Orphan Master’s Son | Roman / Abenteuer / Liebe | Suhrkamp Verlag

    Nordkorea übt eine makabere Faszination auf mich aus. Man kann (und teilweise: will) sich gar nicht vorstellen, wie es dort zugeht. Umso mehr habe ich mich gefreut, als ich zu Weihnachten dieses Buch geschenkt bekam über einen Jungen, der ebendort lebt und keine Ahnung von der Alltäglichkeit im Rest der Welt hat.
    Was ich mir verspreche: Eine spannende Geschichte und einen kleinen Einblick in ein jedenfalls von außen düsteres Land.

  • Jurassic Park
    Michael Crichton | Thriller / (Sci-Fi) | Heyne

    Die bessere Hälfte hat es gelesen und findet es noch besser als den Film. „Das geht ja gar nicht!!!“ habe ich gesagt und jetzt muss ich mir selbst ein Bild davon machen. Sollte sie auch nur ansatzweise Recht haben, dann wird das ein ganz großer Spaß.
    Was ich mir verspreche: Soviel Spaß wie mit dem Film und dazu besser ausgestaltete Charaktere und Hintergründe.

  • Geschichte Machen
    Stephen Fry | OT: Making History | Zeitreise / (Sci-Fi) | aufbau Taschenbuch Verlag

    Zeitreise ist so voll meins. Und Alternativweltgeschichten auch. Und komödiantische Bücher auch. Und der britische Humor erst recht. Und nachdem ich schon so viel Gutes über „Geschichte Machen“ gehört habe, ist das das Buch, auf welches ich mich am meisten freue. Ich lese keine kompletten Rezensionen davon und schon gar keine Inhaltsangaben, weil ich mich absolut überraschen lassen möchte, was da auf mich zukommt. Ich weiß nur: Es geht um die Möglichkeit von zwei Engländern, in der Zeit zurückzureisen und die dunkle deutsche Geschichte abzuändern.
    Was ich mir verspreche: Den aus britischen Filmen so liebgewonnenen britischen Humor und eine Alternativweltgeschichte.

  • Die Dunkle Seite Der Macht
    Timothy Zahn | OT: Dark Force Rising | Roman / Star Wars | blanvalet

    Nachdem ich letztes Jahr bereits „Erben des Imperiums“ gelesen habe, ist der zweite Band der Thrawn-Trilogie nur die logische Konsequenz. Mir hat vor allem gefallen, wie gut die Filmcharaktere in diese erweiterte „Star Wars“ -Welt eingefügt wurden und man beim Besuch filmbekannter Orte und em Treffen der Figuren sofort ein Heimkommgefühl entwickeln konnte.
    Was ich mir verspreche: Dass das hohe Niveau des ersten Buches mindestens gehalten wird und ich mich so wieder in der Welt verlieren kann.

  • Wie Star Wars das Universum Eroberte
    Chris Taylor | OT: How Star Wars Conquered the Universe | Sachbuch / Star Wars | Webseite

    Hier bin ich immerhin schon über die Hälfte hinaus. Wer auch nur ansatzweise etwas für Hintergründe zum Thema „Star Wars“ übrig hat, dem kann ich das Buch nur wärmstens empfehlen. Im Kern geht es um die Schaffung der Filme und um die damit verbundenen Personen, allen voran natürlich George Lucas. Aber auch andere Bereiche des Kults um die Filmserie werden zwischendrin beleuchtet. Da geht es um die Suche nach Personen, die noch nie etwas von „Star Wars“ gehört haben, um einen Rundgang im weltgrößten „Star Wars“ -Museum, um die 501st Legion, um Plagiate und und und. Einfach klasse und auch auf englisch sehr einfach zu lesen. (Das englische eBook gibt es für weniger als zwei Euro bei Amazon.)
    Was ich bisher bekommen habe: Teils tiefe Hintergründe in die Entstehung dieses Universums, sehr unterhaltsam geschrieben.

  • Das Netzwerk
    Markus Kompa | Thriller / Spionage | Westend Verlag

    Das einzige Buch in der Liste, welches noch gekauft werden muss und überhaupt erst noch erscheinen wird. Markus Kompa ist Medienrechtsanwalt und schreibt über Internetrechtskram und Zeitgeschichte. Sein Sachbuch „Cold War Leaks“ fande ich schon ziemlich interessant und unterhaltsam, weshalb ich mich auf „Das Netzwerk“ sehr freue. Dort wird es um Politik, Agenten, den Verfassungsschutz und Überwachung gehen. Kommt einem irgendwie alles grausam bekannt vor…
    Was ich mir verspreche: Einen hochspannenden Spionagethriller und eine große thematische Realitätsnähe.

  • Das Schiff des Theseus
    Doug Dorst | OT: S. | Roman / Briefe / ? | Kiepenheuer & Witsch

    Nach einem Anfall geistiger Umnachtung stand dieses toll aufgemachte Buch auf einmal in meinem Regal. Zuvorderst wohl deshalb, weil J.J. Abrams dahintersteckt. Geschrieben hat er es zwar nicht, aber konzipiert. Die Geschichte an sich soll schon nicht geradlinig sein, der Clou am Buch aber ist: Neben der eigentlichen Geschichte gibt es neben dem Leser zwei Vor-Leser, die sich über Kommentare, Bilder und sonstige Vermerke in diesem Buch auf einer Metaebene miteinander unterhalten. Ein Buch im Buch über das Buch. Klingt alles so faszinierend wie verwirrend. Vielleicht ist das meine Motivation, um mich mal an „Lost“ heranzuwagen.
    Was ich mir verspreche: Eine Leseerfahrung, die ich so noch nie hatte.

regal

Das war’s erstmal. Mit dieser Liste bin ich wohl bis Weihnachten beschäftigt, oder wohl eher darüber hinaus.
Wer bei dieser Blogparade / diesem Stöckchen mitmachen möchte, ist herzlich eingeladen.

Media Monday #243

Ohne viel Vorlauf wird auch diese Woche wieder in den Media Monday vom Medienjournal gestartet.

  1. Von den zahlreichen Streaming-Anbietern finde ich ja Netzkino.de sehr interessant, weil man zwischen den ganzen B-Movies (die an sich gar nicht immer unguckbar sind) auch hin und wieder Perlen aus dem Nichtmainstream und aus der Vergangenheit findet, zum Beispiel „Die Erde stirbt“ oder „Russian Ark“ . Leider muss man auf die OV verzichten. Dafür isses umme.
  2. Die vierte Staffel von „Person of Interest“ erwarte ich ja sehnsüchtigst, denn die dritte Staffel ist ziemlich nervenaufreibend geendet. Aber auch auf die finale dritte Staffel von „The Newsroom“ freut sich das DVD-Regal, denn auch hier will ich wissen, wie die Geschichten um Will, Mac und ihre sympathische Chaostruppe enden.
  3. Das Beste für einen verregneten Sonntagnachmittag sind für mich momentan die „Star Wars“-Bausätze von Metal Earth, die zwar extrem frickelig sind und daher Nerven kosten, aber mit Fertigstellung eine ordentliche Befriedigung bieten.
  4. Der Film „Der Marsianer“ begann nicht gerade vielversprechend, aber zum Glück ist Mark Watney da nicht wirklich tot, denn sonst wäre das ein ziemlich langweiliger Streifen geworden.
  5. Der Februar beginnt sich dem Ende zu neigen, doch vorher schaffe ich es hoffentlich noch irgendwie in „The Hateful Eight“ zu gehen, denn seit „Das finstere Tal“ bin ich wieder voll im Westernfieber.
  6. Am liebsten lese ich Bücher, die schnell zum Punkt kommen. Nichts ist nerviger als ewige Szeneriebeschreibung (Ausnahme: Sci-Fi und Dystopien) und kapitellange innere Konflikte des Protagonisten.
  7. Zuletzt habe ich über unsere schöne vernetzte Welt nachgedacht und das war mit einigen Bauchschmerzen verbunden , weil ich den Artikel über die ferngesteuerte Abschaltung von Smart-TV-Funktionen in Philips-Fernsehern gelesen habe. Gerade beim Thema Streaming ist Komfort und Verfügbarkeit schön und gut, aber was bringt mir das, wenn irgendwer irgendwann entscheidet, dass ich das nicht mehr haben darf?

Ich lerne Filme (1) – Horizontale Bewegung in der Szene

Ich will bei vielen Filmen nicht nur unterhalten werden, sondern zumeist auch irgendetwas lernen. Ich will verstehen, warum ein Film so wirkt, wie er wirkt. birne Ich will verstehen, wie hinterhältig und gemein mich ein Filmemacher manipuliert und mit was er meine Emotionsknöpfchen drückt. Ein ganzes Filmstudium hierzu wäre zwar sicher interessant, jedoch zeitlich nicht machbar. Anstatt also jetzt meinen Laienstatus dadurch zu überwinden, langwierig dicke Bücher über Filmtheorie zu wälzen, bin ich lieber ganz 2.0 unterwegs und fische mir lesenswerte Beiträge sowie informative Videos aus dem Internet. Dabei stolpere ich immer wieder über Dinge, die es verdienen, mehr Aufmerksamkeit zu erhalten.
Das hier soll eine neue Rubrik werden, in der ich ebendiese Beiträge vorstellen möchte.

Heute soll es um horizontale Bewegung in Szenen gehen. Mir ist dieser Effekt vor allem im Intro von „The Sopranos“ aufgefallen: Die scheinbar dauernd wechselnde Fahrt- bzw. Blickrichtung aus dem Auto heraus hat auf mich eine ganz unruhige Wirkung. Es fühlt sich irgendwie falsch an, wenn das Auto vermeintlich von rechts kommend links aus dem Bild fahren würde, wenn die Kamera auf der Fahrerseite außerhalb des Autos stünde. Obwohl es logisch immer dieselbe Richtung ist, in die Tony fährt (beziehungsweise es logisch egal ist, in welche Himmelsrichtung er in der Handlung fährt), haben die Bilder auf mich eine ganz andere Wirkung, wenn die Kamera vom Beifahrersitz aus seine rechte Seite filmt oder aber aus dem Beifahrerfenster guckt und die Szenerie von links nach rechts zieht (und damit das Auto von rechts nach links fährt).

Warum das so ist, darauf habe ich im Video „Lateral Character Movement in Film“ eine Erklärung gefunden. Hier wird nicht nur gezeigt, warum es in der westlichen Welt „normal“ und damit beruhigender ist, von links nach rechts zu schauen, sondern auch, dass Filmemacher diesen Effekt bewusst für Bildaussage und Szenenkomposition nutzen.

Mit dem Wissen um diesen Effekt ergibt das „Sopranos„-Intro auch inhaltlich absolut Sinn: Es geht in der Serie um einen psychisch komplexen Charakter, der Hochs und Tiefs durchläuft, gehetzt ist und nicht weiß, wie er mit den ganzen Konfrontationen umgehen soll. Dieses Gefühl wird mit dem Intro (in meinem Fall jedenfalls) perfekt auf den Zuschauer übertragen.

Wieder was gelernt!

Media Monday #242

Mist, Montag. Medienjournal’scher Media Monday? Media Monday! Megagut! Mehr müssen meine Mitleser micht miss…. äh, nicht wissen. Mist!

  1. Die überzeugendste Storyline einer gesamten Serienstaffel findet sich im Bezug auf Vic Mackey und Shane Vendrell in der finalen Staffel von „The Shield“ . Diese beiden Charaktere werden dort so grandios zusammengefasst, dass ich mich immer wieder gerne daran zurückerinnere.
  2. So manche Oper ist vom künstlerischen Standpunkt her sicherlich toll, aber unterhalten hat mich bisher keine einzige. Unverständlicher Singsang über Liebe und Tragik, das ist nichts für mich.
  3. Einer der interessantesten Bösewichte ist Tony Soprano aus „The Sopranos“ . Held, Antiheld, Schuft, Familienvater, Neurotiker, Aluhutträger, so viele Eigenschaften in einer einzigen Figur!
  4. Mein Interesse an sich verwandelnden Metallkisten hat stark nachgelassen, seit ich kürzlich ein paar Minuten von „Transformers 3“ gesehen habe. Teil 1 war ja noch unterhaltsam, aber schon Teil 2 ziemlich anstrengend. Teil 4 will ich mir gar nicht erst vorstellen…
  5. Nachdem ich gestern Abend die 20. Episode der 1. Staffel von „Akte X“ gesehen habe, bin ich einmal mehr über mein Gedächtnis erstaunt. Denn das war eine von drei oder vier Folgen, die ich damals von der Serie im TV gesehen habe, und die Story über Alieninsekten in den Wäldern des nordstaatlichen Nirgendwo hat mich so verschreckt, dass ich die Handlung auch 20 Jahre später ziemlich exakt im Kopf hatte. Und gruselig war es auch diesmal wieder.
  6. „Cloud Atlas“ hat mich als Buch ja durchaus gereizt, schließlich gibt’s da sechs Geschichten in einem einzigen Buch zu lesen. Ein äußerst interessantes Konzept und ein wahres Schnäppchen dazu. Sechs zum Preis von einem!
  7. Zuletzt habe ich „Das finstere Tal“ gesehen und das war überraschend , weil ich nicht gedacht hätte, dass ein deutsch-österreichischer Western Noir so gut unterhalten kann kann. Kann er aber durchaus!

Das finstere Tal | Film

Es gibt Dinge, über die spricht man nicht. Dinge, die früher passiert sind.
– Luzi

Jedermann rennt momentan ins Kino, um acht mehr oder weniger liebenswürdigen Gestalten dabei zuzuschauen, wie sie, eingeschneit in einer Hütte in Wyoming, sich wilde Wortgefechte liefern und wo es stets nach verbleiter Luft riecht. Ich mache das nicht mit! I bleib‘ dahoam, in der alten Welt und reise lieber in die Alpen. Da geht es noch heimelig und friedlich zu, die Menschen sind fromm und die Bergwiesen blühen.
Wobei, ich bin da in so ein Tal gestolpert, da sah es ziemlich finster aus…

Dass Deutschland Filme kann, wurde gefühlt in letzter Zeit zuhauf bewiesen. Der letzte große Western ist allerdings schon eine Weile her. Als Fan von „Winnetou“ und „Old Shatterhand“ gucke ich mir diese Schinken zwar immer wieder gerne an, aber frisches Blut (haha) kann nicht schaden. 2014 kam mit „Das finstere Tal“ eine österreichisch-deutsche Produktion in die Kinos, die das versprach. Und nachdem ich mir dieses Machwerk jetzt auf der heimischen Couch zu Gemüte führte, ärgere ich mich, dass ich mir damals das Kinoticket sparte, denn gerade bildlich kann die Buchverfilmung absolut überzeugen. Das merkt man bereits in der Eröffnungssequenz, wo zu einer arschcoolen Version von „Sinner Man“ der Protagonist Greider ins Tal einreitet. Das liegt irgendwann im 19. Jahrhundert irgendwo zwischen Bayern, Österreich und der Schweiz, weshalb die Szenerie aus Bergen und Wäldern besteht. Schon hier wird die Atmosphäre durch stark entsättigte Farben festgelegt, und diese Düsternis zieht sich sowohl in der Inszenierung wie auch der Geschichte und den Protagonisten durch den Film.

Woran „Das finstere Tal“ krankt, das ist ein wirkliches Spannungselement. Man kommt schnell auf den Trichter, was im Groben Sache ist und braucht dazu nichtmal den Trailer, der das wieder überdeutlich klar macht. So entwickelt sich ein stringenten Rachefilm mit deutlichem Fokus, der dadurch sowie durch Kostümisierung, Waffeneinsatz und Pferderitte einen starken Westerneinschlag enthält. Mir hat diese Geradlinigkeit gut gefallen, weil es so nicht ausufernd komplex wird. Zudem sorgt eine Erzählerstimme sowohl für die benötigte Hintergrundgeschichte als auch dafür, dass auch der unaufmerksamste Zuschauer am Schluss weiß, was abgeht. Wobei dennoch über die größte Laufzeit hinweg Detailfragen bleiben, die einen am Ball halten und nach und nach das Gesamtbild formen. So sorgt weniger Sam Rileys Hauptrolle für die Spannung als vielmehr die Entwicklung um die von Paula Beer fantastisch gespielte Luzi, bei deren Verhalten es bei mir erst später den Aha-Effekt gab.

Da zudem die Handlung zwar dauerhaft vorangetrieben wird, das jedoch nicht mit großen Tempowechseln, sondern in einem ruhigeren Fluss geschieht, kann man sich ganz auf die großen Stärken von „Das finstere Tal“ konzentrieren, die in der Inszenierung liegen. Denn das Aufdecken von Greiders Motiven, die Frage nach seinem Status als Held oder Antiheld, die Rolle einzelner Dorfbewohner und die Erforschung des Geheimnis hinter dem Brennerbauer, das wird in teilweise fantastischen Bildern umgesetzt. Zu der Immerdunkelheit und der Farbentsättigung kommt Regen und die Rauheit der damaligen Dorfbevölkerung hinzu, was eine düstere Atmosphäre schafft, bei der Heidi wohl liebendgern freiwillig in Frankfurt geblieben wäre, hätte der Großvater hier gelebt. Der Score aus Trommeln und dunklen Bläsern verstärkt den Eindruck von lebensfeindlichen Umgebung und den fremdenfeindlichen Dorfbewohnern noch.
Optisch setzt sich die gelungene Inszenierung fort. Fackelreiter in der Nacht, Nebelschwaden im Wald und die schneebedeckte Umgebung sind in wunderbaren Bildern festgehalten, die oft schon ins Grafische abrutschen, so hart ist der Schwarz-Weiß-Kontrast zuweil. Das ist kein Showeffekt, sondern unterstützt immer sowohl die Handlung als auch die Atmosphäre und gipfelt in einem durchstilisierten Finale, welches so grandios wie blutig ist. Blutig, ja. Schon deshalb halte ich es für einen absoluten Witz, dass der Film ab 12 Jahren freigegeben ist, denn Kugeleinschläge sind nicht allein durch die fantastische Tonmischung (auf der Blu-ray) imposant; das Töten wird auch grafisch deutlich dargestellt.

Fazit

Mixt man „96 Hours“ mit „Heidi“ und wickelt das Ganze in „Sin City“ ein, dann bekommt man etwas Ähnliches wie „Das finstere Tal“ , nämlich einen so geradlinigen wie düsteren Western Noir, der sich bei der Spannung im Hintergrund hält, dafür aber mit einer sehr dichten Atmosphäre und seiner Optik absolut punkten kann. Er zeigt auch, dass eine einfach gestrickte Geschichte nicht automatisch schlecht sein muss, wenngleich ich mir hier ein wenig mehr gewünscht hätte und eine wenigstens stellenweise schnellere Erzählweise auch nicht geschadet hätte. Das Vorhandene sorgt aber dennoch dafür, dass ich „Das finstere Tal“ sicher mal wieder anschauen werde.

gesehen: Blu-ray / deutsch

Wiederschaupotential: stark vorhanden

Lieblingscharakter: Greider.
Lieblingsszene: Der zweite Brenner-Sohn geht einem Geräusch nach.

Eckdaten

Genre: Western / Drama / (Thriller)
Herkunftsland: Österreich / Deutschland
Eckdaten: 2014 / 115 Min / FSK 12
Regie: Andreas Prochaska
Drehbuch: Andreas Prochaska / Martin Ambrosch / Thomas Willmann (Buchvorlage)

Linkvorführung (7) – Deutscher Film-Special

Die Berlinale ist gestartet und damit rückt der deutsche Film alljährlich in den Fokus. Mein kleiner Beitrag dazu sind fünf Tipps zu Artikeln und Podcasts, die sich mit der hiesigen Film- und Serienproduktion beschäftigen. Obwohl durch „Victoria“ wieder einmal bewiesen wurde, dass das Klischee vom tatortklonenden, muffigen deutschen Film nicht stimmt, kommen hier genug Insiderstimmen zu Wort, die doch deutlich Kritik üben.

  1. [ZAHLEN] Glaubt man den nackten Zahlen und dem Tagesspiegel, dann geht’s dem Kinos eigentlich ganz gut. Sehr ordentliche Besucherzahlen, ein Haufen Umsatz und sogar mehr Kinos als noch vor einem Jahr stehen zu Buche. Dafür sind auch die heimischen Filme mitverantwortlich.
  2. [DREHBUCHAUTOREN] Dominik Graf beschreibt aus Autorensicht den momentanen Zustand der deutschen Film- und Fernsehindustrie. Dass sich „Eine Branche in Angststarre“ befindet, macht er unter anderem daran fest, dass die Arbeit der Kreativen viel zu sehr von den Verwaltungspositionen in der Entscheindungshirarchie abhängig ist und von dort aus nicht selten völlig abgeändert wird.
  3. [FILMINHALTE] Als ein „Trauerspiel namens ‚Der Deutsche Film‘“ überschreibt Dietrich Brüggemann seine Analyse der momentanen Filmlandschaft. Er macht dafür nicht allein die Geldtopffixierung verantwortlich, sondern meint auch, dass Filmfestivals sowie das Label „deutscher Film“ an sich ihren Teil dazu beitragen, dass deutsche Filme momentan kaum eine Rolle in der Welt spielen.
  4. [DEUTSCHE SERIEN] Im Serientaxi #242 nehmen Axel, Felix und Henning die Serien „Morgen hör ich auf“ , „Braunschlag“ und „Altes Geld“ unter die Lupe und diskutieren, warum man sich in Österreich offensichtlich an gewagteren Stoffen versucht, als es hierzulande der Fall ist. [Audio, ca. 31 Min]
  5. [KRIMIS] Weil ihn die Mordgier der Deutschen ankotzt, schreibt sich Dirk Schümer den Frust von der Seele. Er macht mit dem sicheren Leben der Zuschauer den Grund aus, warum es so viele Leichen im allabendlichen Unterhaltungsfernsehen und der Literatur gibt.
  6. [KURZFILM] Als Bonus noch ein Beispiel dafür, dass aus Deutschland so intelligente wie lustige Filme kommen: „Herman the German[Video, Arte-Mediathek (noch 28 Tage online), ca. 14 Min]
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