Schnelldurchlauf zu Halloween: Ring – Das Original (Ringu) & Ghostbusters II | Film

Da die Tage kürzer werden, die Blätter und die Regentropfen fallen und es für mich solch eine Kulisse braucht, um in Gruselstimmung zu kommen, habe ich zur passensten Gelegenheit gegriffen, um mich nicht nur akkustisch mit ein paar so kostenlosen wie klassischen Gruselgeschichten einzudecken, sondern auch die recht kleine Horrorecke in meinem DVD-Regal zu durchforsten und mir mit „Ring“ und „Ghostbusters II“ zwei Film herausgesucht, die just zu Halloween geguckt wurden. Aus Zeitmangel war es mir auch dieses Jahr nicht vergönnt, beim tollen cinecouch’schen #Horrorctober mitzumachen, aber immerhin habe ich so die letzte Gelegenheit ergriffen, im Oktober nochmal gepflegt den Puls hochzujagen und gleichzeitig die Lachmuskeln zu animieren.

Ring

DVD / deutsch | Japan 1998 | 95 Min | Horror / Thriller

Reiko und Ex-Mann Ryuji sind näher am TV und der Sache dran, als ihnen lieb sein kann. Quelle: "Ring"-DVD (Anolis)
Reiko und Ex-Mann Ryuji sind näher am TV und der Sache dran, als ihnen lieb sein kann.
Quelle: „Ring“-DVD (Anolis)

Los ging es mit „Ring.“ Dem Original. Aus Japan. Gibt zwar auch ein Remake aus Amerika, aber Original ist wohl meistens besser. Filme über paranormale Phänomene sind so gar nicht meins, weil ich das alles viel gruseliger finde als irgendeinen Maskenkiller oder die hundertste Monsterhatz. So war „Ring“ die logische Konsequenz, um Halloween einzuläuten und der Film hat mich und meinen Adrenalinspiegel nicht enttäuscht. Die Geschichte der Reporterin Reiko Asakawa (Nanako Matsushima), die den Tod von vier Jugendlichen aufarbeiten will, die vor ihrem Exitus gemeinsam ein Video geschaut haben sollen, ist im Ganzen gar nicht so sehr schockeffektbehaftet, was aber gerade dazu führt, dass die wenigen Szenen, in denen es zur Sache geht, supergruselig sind. Der Film baut durch geschickte Ruhephasen und grandiose Kameraeinstellungen einen unheimlichen Suspense auf, an den sich meine hollywoodgewöhnten Augen so gar nicht anpassen wollten und bei dem ich deshalb hinter jeder Biegung den nächsten Schrecken erwartete. Durch diese Dauerfurcht wurde ich mit zunehmender Lauflänge tiefer als mir lieb war in die Geschichte hineingezogen und hätte vor dem Finale beinahe schon eine Pause nötig gehabt. Selbiges hat mir dann zusammen mit dem eklig-großartigen Sounddesign – oft eine Mischung aus Übereinetafelkratzen und metallischem Schleifen – den Rest gegeben.
Ring“ wird wohl so schnell nicht mehr das Innere meines DVD-Players sehen, hat mich mit seiner Geschichte aber ungemein fasziniert und stellt einmal mehr heraus, dass es Nippon in Sachen Horror einfach drauf hat. Und ein Gratis-Tipp von mir: Vor dem Gucken das Telefon ausschalten! Das kann herzkaspermäßig ungemein helfen.

Ghostbusters II

BD / englisch | USA 1989 | 104 Min | Komödie / (Horror)

Back on Track: Mit dem Ecto-1a fährt es sich so stilsicher wie leicht erkennbar zur Geisterjagd. Quelle: "GhostbustersII"-Blu Ray (Columbia Pictures)
Back on Track: Mit dem Ecto-1a fährt es sich so stilsicher wie leicht erkennbar zur Geisterjagd.
Quelle: „GhostbustersII“-Blu Ray (Columbia Pictures)

Im Anschluss hieß es herunterkommen. Da aber nach wie vor Halloween war und ich ja nur ein mittelgroßer Schisser bin, musste auch der Folgefilm thematisch passen. Spontan habe ich deshalb eine Empfehlung von Friedl Von Grimm aufgegriffen, die in ihrem Halloweenfilm-Menü „Ghostbusters II“ serviert. Der Film hängt mir längst nicht so sehr im Gedächtnis wie der erste Teil und nach dieser Sichtung weiß ich auch wieder, warum. Zwar sind auch hier Peter, Ray und Egon (ja, und auch Winston) Garanten sowohl für spaßige Dialoge als auch denkwürdigen Slapstick und es macht ebensoviel Spaß, ihre Jagd auf die Geister zu verfolgen wie all die Blinklichter an ECTO-1a zu zählen. Ihre Gadgets sind cool und Louis‘ Visage einmal mehr zum Brüllen. Aber irgendwie hat sich die Farbe, mit der das Grundgerüst vom ersten Teil für den Nachfolger neu bepinselt wurde, schon etwas abgenutzt und versprüht nicht mehr ganz den Spaß, den ich seit frühester Kindheit mit dem Original verbinde. Es ist ein typisches Sequel, das nichts Neues bietet, beim Finale sogar etwas langweiliger daherkommt und dadurch ein bisschen verliert, ohne wirklich schlecht zu sein.
Ich freue mich, wieder einmal in diese Welt eingetaucht zu sein, die so filmtypisch für die Kindheitserinnerungen der Achtziger ist und mit diesem Nostalgieblick nach wie vor funktioniert, werde den ersten „Ghostbusters“ jedoch immer ein Stückchen höher halten.

2 Kommentare

  1. Das lustige ist, bei mir verschwimmen beide Ghostbustersteile seit der Kindheit so sehr. Ich war richtig überrascht, als ich mir die Bluray kaufte und sie nochmal schaute.

    1. War bei mir auch so, obwohl ich den ersten Teil ganz gut zu kennen geglaubt habe. Ich war einigermaßen geschockt, das die Freiheitsstatur erst im zweiten Teil durch New York strumpelt, weil ich eigentlich dachte, dass sie das zusammen mit dem Marshmallowmann macht.

Leave a Comment

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Mehr davon? Folge mir!

%d Bloggern gefällt das: