Top10 Serien-Vorspanne | Blogparade

Da gibt’s ’ne Blogparade, da mach‘ ich mit. So einfach kann es eigentlich sein. Allerdings, sich auf die erfragten besten 10 Serienvorspanne zu beschränken, das war dann doch nicht ganz so simpel. Viele habe ich mir durch den Kopf gehen lassen und noch mehr auf Youtube angeschaut, dabei in Erinnerungen geschwelgt und musste mich dann doch schweren Herzens von den meisten trennen.
Herausgekommen ist ein bunter Mix an Intros zu Serien, die ich im Laufe der Jahre geschaut habe. Was die Auswahlkriterien angeht, so hat manchmal die Musik den Ausschlag gegeben, teilweise waren es die schönen Bilder, oft die Kombination und nur allzu oft auch ein bisschen Nostalgie, die den Vorspann in die Liste geschubst hat.

Die Reihenfolge stellt keine Wertung dar und sagt nichts über die Serien selbst aus.

  1. Der Prinz von Bel-Air (The Fresh Prince of Bel-Air)
    Das dürfte das erste englischsprachige Intro sein, das ich schon in jungen Jahren komplett auswendig konnte. 90er Klamotten, Rap und der Witz der Serie machen daraus ein kleines Kunstwerk und gleichzeitig wird die Prämisse der Serie wiedergegeben, sodass der Text mehr als nur leeres Blabla ist. Wer es noch kürzer mag, der muss mal auf google maps schauen.

  2. Friday Night Lights
    Die Serie gehört eh schon zu meinen liebsten und das Intro passt mit den Montagen aus texanischem Nirgendwo, Football-Szenen und den Gesichtern der Serie perfekt dazu. Die Untermalung mit der melancholisch-ruhigen Musik, die nach und nach immer pompöser wird und dann wieder absackt, spiegelt das Auf und Ab wider, durch welches jeder Charakter im kleinen Städtchen Dillon geht. Und dann noch die auf den Titel Bezug nehmenden Schrifteffekte!

  3. Knight Rider
    Ein typischer 80er-Jahre-Vertreter. Die Musik: elektronisch-trashig. Die Optik: unter Staub begraben. Die Typografie: verbesserungswürdig. Die Frisuren: gewöhnungsbedürfitg. Der Text: unbeschreiblich. Aber dennoch hat man das alles so liebgewonnen, dass ein rotes Blinkelicht und ein paar Synthi-Töne ausreichen, um sich gleich wieder ein paar Folgen anschauen zu wollen.

  4. Top of the Lake
    Die schönste Typografie aus dieser Intro-Liste hat der Vorspann dieser australischen Serie. Die gemalten Bilder und das unheilvolle Klaviergeklimpere lassen erahnen, dass man mehr zu sehen bekommt, als einem lieb ist.

  5. The Shield – Gesetz der Gewalt
    Eigentlich laut den Regeln dieser Blogparade höchststrengstens verboten, aber da es meine Lieblingsserie ist und der Vorspann sogar noch kürzer als der von „Breaking Bad“ ist, bin ich mal ein Rabauke und nenne ihn trotzdem. Das Intro von „The Shield“ ist so kurz, dass es davon offensichtlich nichteinmal ein Video auf Youtube gibt. Die Serie beginnt jeweils mit einer Szene, in die dann unvermittelt die ersten 10 Sekunden des verlinkten Songs starten. Währenddessen wird nur das animierte Serienlogo sowie der Name des show runners, Shawn Ryan, eingeblendet. Dann ist der Spuk auch schon vorbei. In dieser würzigen Kürze fasst das Intro und vor allem die Musik die gesamte Serie so genial zusammen: Furchtbar schrill, furchtbar schnell, furchtbar brutal und mit dem südamerikanischen Einschlag furchtbar Südkalofornisch. Der Adrenalinspiegel steigt sofort ein bisschen an und ich habe eine unbändige Vorfreude auf die Episode. Furchtbar fantastisch<.

  6. Eureka – Die geheime Stadt
    Die optischen Effekte, die Gadgets der Eureka-Einwohner und das zum Mitpfeifen animierende Theme passen wunderbar zur heimeligen Stimmung der Serie. Dass mit Colin Ferguson zwar der, aber eben auch nur ein einziger Hauptcharakter gezeigt wird, lässt das Intro locker-flockig und nicht überfrachtet wirken.

  7. The Wire
    Unten ist zwar das Intro von Staffel 4 und damit mein liebstes verlinkt, aber gerade bei „The Wire“ darf man das Intro eigentlich gar nicht überspringen, denn jede Staffel hat im Bezug auf Bilder und Song ihr eigenes Intro. Dass dabei derselbe Song (Tom Waits‚ „Way Down in the Hole„) von jeweils einem anderen Interpreten und damit in unterschiedlichen Stilen eingesungen wurde ist so abwechslungsreich wie genial, denn die Serie selbst hat zwar in jeder Staffel unterschiedliche Schwerpunkte, aber doch den großen roten Faden, der alles verbindet und sie extrem spanned macht.

  8. Hör‘ mal wer da hämmert (Home Improvement)
    Ebenfalls ein sich mit den Staffeln inhaltlich leicht veränderndes Intro, aber die Grundlage bleibt immer gleich: Familie Tailor wuselt durch Szenen, deren optische Effekte und Hintergründe ich für so typisch 90er erachte. Dabei erinnern sowohl der Score als auch die Optik an die Prämisse eines testosterongefüllten Heimwerkers, der Inhalt hingegen lässt andeuten, dass es beim werten Tim mit der Kompetenz nicht allzu weit her ist. Hier exemplarisch das Intro von Staffel 4:

  9. Wunderbare Jahre (The Wonder Years)
    Mit Kevin Arnold und Paul Pfeiffer Blödsinn anstellen und ein bisschen in Winnie Cooper verliebt sein. Das alles kann man in „Wunderbare Jahre“ erleben und dabei mit den 60ern in eine Zeit zurückreisen, die man (bzw. die ich) nicht selbst erlebt habe. Das Intro ist aber durch die Kamera-Optik schon von Anfang an auf die Retrospektive getrimmt und lässt wissen, dass man die Geschichten durch die Augen des alten Kevin sehen wird. Dazu die melancholische Musik von Joe Cocker, die zu so einer sentimental angehauchten Prämisse perfekt passt.

  10. The Team
    Der Song, die Bilder und der rote color key ergeben hier einen ganz wunderbaren Vorspann. Inhalt und Spielorte der Serie werden so stilsicher eingeführt.

7 Kommentare

    1. Ich mag Eureka gerade wegen dieser im Vorspann angedeuteten Stimmung sehr, auch wenn mich die Hintergrundstory von Staffel zu Staffel mehr enttäuscht hat.

  1. Haha, „Der Prinz von Bel-Air“ habe ich damals auch geliebt. Klasse! 😀

    „The Wire“ hätte ich auch beinahe genannt, doch ich habe die 10 Serien ja ohnehin schon gesprengt gehabt. Und ist ja gut so, dass ich nun bei den anderen Teilnehmern noch den einen oder anderen Vorspann entecke… 🙂

    1. Was heisst denn „damals“? Ich finde das immer noch grandios. 🙂 Ein komplettes Musikvideo als Vorspann zu nutzen war für Will Smithaus Marketingsicht sicher kein schlechtes Geschäft.

  2. Langsam beginne ich mich wie der einzige Mensch auf Erden zu fühlen, der „The Wonder Years“ nicht gesehen hat! 😮

    Über „Eureka“ und „Top of the Lake“ freue ich mich sehr, auch wenn die Gegensätze kaum größer sein könnten, was die Stimmung anbelangt. „Der Prinz von Bel-Air“ und „Hör mal wer da hämmert“ kämen höchstwahrscheinlich auf eine Liste mit den liebsten Sitcom-Intros… (die hatte ich bewusst rausgelassen, wollte aber nicht zu viele Vorgaben machen)

    Danke für deine sehr bunt gewürfelte Liste! 🙂

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