Weihnachtsmenü (3): Stirb Langsam (Die Hard) | Film

Manche Filme müssen sich nicht besonders anstrengen, um als Weihnachtsfilme durchzugehen. „Die Hard“ zum Beispiel. Ein Tannenbaum in der Lobby eines Hochhauses, im 32. Stock desselben eine Weihnachtsparty und los geht’s. Dass im weiteren Verlauf so gut wie kein Bezug auf das festlichste aller Feste genommen wird, tut dem Status als dem Weihnachts-Actioner keinen Abbruch.

Shine your light. John McClane möchte gerne Weihnachten feiern, muss stattdessen aber Terroristen vermöbeln. | Quelle: "Die Hard" Trailer
Shine your light. John McClane möchte gerne Weihnachten feiern, muss dann aber Terroristen vermöbeln. | Quelle: „Die Hard“ Trailer

Natürlich war „Die Hard“ zu Kinderzeiten bei mir kein alljährlicher Besucher vor Weihnachten, aber seit einigen Jahren schaue ich ihn mir immer wieder gerne an. Vielleicht auch gerade aus dem Grund, dass man damit eine kleine Insel hat, auf der man zwischendurch nicht mit dem (ansonsten gerne genommenen) Weihnachtskitsch überschüttet wird. Denn schon das Setting in Los Angeles verspricht kein bisschen Schnee und auch inhaltlich liefert der geradlinige Actionfilm nicht oft Hinweise darauf, zu welcher Jahreszeit er spielt. Umso unterhaltsamer sind dann die wenigen Momente, in denen er es doch anmerkt.

Und von den unterhaltsamen Szenen gibt es eine ganze Menge. Dem Realismus wird gleich zu Anfang adé gesagt und so bleibt viel Platz für trockene Sprüche und noch mehr Action. Gerade auf der englischen Tonspur hat man seinen Spaß an den vielen Sprüchen der hauptsächlich deutschen Terroristen. Bruce Willis war noch nie ein Charakterdarsteller und auch hier wirkt sein tapsig-hölzernes Spiel zuweilen unfreiwillig komisch. Aber sei’s drum, man guckt den Film ja nicht seines tiefen Sinnes oder der Charakterentwicklung wegen, sondern weil man eine Menge in die Luft fliegen und die bösen Buben ihrer gerechten Strafe zugeführt wissen will. Dazu gehört der überbordende Einsatz von Kugeln und C4 einfach. Und Hubschrauber!

Fazit

Die Hard“ ist nicht der erste, aber einer der ganz Großen aus dem Genre der ’80er und ’90er Actionfilme. Es gibt kein großes Geschwurbel, sondern eine simple, äußerst geradlinige Geschichte mit viel Blei in der Luft und coolen Sprüchen auf den Lippen.

Von mir gibt’s 9,5/10 Punkte.
Da bis auf Tanne, Weihnachtsfeier und einem „Ho-ho-ho“ kaum Weihnachtliches vorhanden ist, beträgt der WiFF* mickrige 2/10 Kerzen.

Gesehen: BD / englisch
Genre: Action / Komödie
Eckdaten: 1988 / 131 Min / FSK 16
Regie: John McTierman
—–
*Weihnachten im Film – Faktor

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