Weihnachtsmenü (4): Schöne Bescherung (Christmas Vacation) | Film

Merry Christmas. Merry Christmas, Merry Christmas, Merry Christmas, kiss my ass. Kiss his ass. Kiss your ass. Happy Hanukkah.
Clark Griswold

Nach einem wiederentdeckten Filmschatz und einem eher unweihnachtlichen Weihnachtsfilm gab es gestern nun den Weihnachtsfilm, der bei mir fest zu dieser Jahreszeit gehört und in dem es von der ersten bis zur letzten Minute vor Weihnachten nur so strotzt. Einmal mehr durfte Chevy Chase als Clark Griswold in „Schöne Bescherung“ aka „Hilfe, es Weihnachtet Sehr“ die Vorhölle zur Familienweihnachtsfeier durchschreiten. Leider hatte ich es verpasst, dazu stilecht Eggnog herzustellen, dafür gab es einen ebenso passenden Hot Buttered Rum im Glas.

Freude oder Irrsinn? So genau kann man das zu diesem Zeitpunkt des Weihnachtsfestes in Clarks Gesicht schon nicht mehr erkennen. | Quelle: "Christmas Vacation" Trailer / Warner
Freude oder Irrsinn? So genau kann man das zu diesem Zeitpunkt des Weihnachtsfestes in Clarks Gesicht schon nicht mehr erkennen. | Quelle: „Christmas Vacation“ Trailer / Warner

Wobei ich schon aufpassen musste, dass das Getränk sich nicht auf dem Sofa verteilte, denn auch wenn ich nicht mehr zählen kann, wie oft ich diesen Film schon gesehen habe, so gibt es keine 5 Minuten, in denen ich nicht loslachen muss. Clark Griswolds Weg von der Vorstellung einer zutiefst kitschigen Bilderbuchfamilienweihnachtsfeier über die durch diverse Missgeschicke hervorgerufene Ernüchterung bis zum finalen Happy End nimmt ebendiese filmische (US-)Sehnsucht nach einer Idealweihnacht ordentlich auf’s Korn und bietet von übertriebenem Slapstick bis trockenen Sprüchen alles auf, was eine Komödie so beinhalten kann. Die Diskrepanz zwischen Clarks Vorstellung und der Realität ist am Ende gar nicht so groß, das Finale fällt halt nur ein wenig anders aus, als gedacht.

Aber so realistisch der Verlauf der Geschichte auch sein mag, so unrealistisch sind doch die einzelnen Situationen, die Clarks Gemüt immer stärker strapazieren. Der verkohlte Weihnachtsbaum, die Lichtgeschwindigkeits-Schlittenfahrt und schließlich eine Geiselbefreiung sind nur drei Szenen, die so abgrundtief skurril und übertrieben sind, dass sie in jedem anderen Film billig wirken würden (wobei ich zumindest die in dieser Hinsicht sehr ähnlichen ersten beiden Filme aus der National Lampoon’s-Tetralogie auch noch unterhaltsam fand). Da es dank John Hughes‚ beklopptem Drehbuch solche denkwürdigen Situationen hier aber im Minutentakt gibt, macht das gar nichts aus und ist im Gegensatz vermutlich ein großer Faktor, welcher den Film zum Weihnachtsklassiker hat werden lassen. Außerdem wäre das wohl nie ohne Cousin Eddie der Fall gewesen!

Fazit

Schöne Bescherung“ ist mein Weihnachtsfilm schlechthin. Und es ist völlig egal, wie oft ich ihn noch sehen werde, ich werde jedesmal Spaß mit den Grisworlds haben. Danke Chevy Chase für diesen Film! Und bis zum nächsten Jahr, liebe Griswolds!

Von mir gibt’s 10/10 Punkte.
Und was den WiFF* anbelangt, so wären selbst 11/10 Elchpunschgläsern beinahe noch untertrieben.

Gesehen: BD / englisch
Genre: Komödie
Eckdaten: 1989 / 93 Min / FSK 6
Regie: Jeremiah S. Chechik
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*Weihnachten im Film – Faktor
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[Korrektur: peinlichen Tippfehler korrigiert]

4 Kommentare

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