Weihnachtsmenü (7): Die Weihnachtsmusik

Die entsprechenden Filme sind für mich unerlässlich in der Vorweihnachtszeit. Sobald der Baum aufgestellt ist, werden sie aus dem Regal geholt und geschaut, damit ich mich in die schöne Weihnachtsstimmung versetzen kann. Man kann sie aber wenig bis gar nicht nebenher laufen lassen, und so ist schon in dieser Zeit, viel mehr aber noch zur eigentlichen Weihnacht für mich die Musik mitentscheidend für einen gemütlichen Nachmittag und Abend.

Bei der Musik allgemein bin ich für vieles offen und meine Genreinteressen sind ärgerlich vielfältig. Solange es nicht das seichteste Popgeschwurbel, der dämlichste Gangsa-Rap (wobei auch hier die Ying Yang Twins mit „Ho Ho Ho“ und „Sleigh Ride“ nett-ironische Werke am Start haben) oder das fürchterlichste Schlager- oder Heimatlied ist, bin ich für vieles zu begeistern.

Vor Weihnachten bekommt man bei Amazon immer wieder Bundles à la „50 Weihnachts-Klassiker“ für wenige Euro hinterhergeschmissen, und auch bei mir schlummern zwei solcher Ensemble auf der Festplatte, die dann gerne für Hintergrundbeschallung aufgelegt werden. Darin enthalten sind vornehmlich amerikanische Klassiker wie „Silent Night“ in der Version von Elvis Presley, so einige Songs von Bing Crosby oder Andy Williams‚ „Carol of the Bells„. Englisch gesungen und bekannte Melodien, da muss man nicht angestrengt mithören, sondern hat den Soundtrack im Hintergrund laufen. Zumal sind es bei den US-Liedern Interpreten mit tieferen Stimmen, was mir besser gefällt als die höheren und hohen Stimmen, die bei deutschen Liedern zuweilen an den Tag gelegt werden und mich eher an Kirchenchöre erinnern. Eine mir gefallende Ausnahme gibt es in meinem Elternhaus, wo am 24. regelmäßig das Weihnachtsalbum von Max Raabe aufgelegt wird. Das Chansoneske aus den ’30ern lässt mich an noble und warm erleuchtete Festräume denken und passt deshalb ebenfalls sehr gut zu Weihnachten.

Überhaupt gibt es Weihnachtslieder ja in allen möglichen Coverversionen und damit Stilen. Das bringt leider auch diverse Popsternchen auf die Idee, die Lieder nochmals extrakitischig einzusingen, was in meinen Augen bisher immer schief gegangen ist. Deshalb machen ich um Sarah Connor und Konsorten gerade an Weihnachten einen großen Bogen. Wobei es (m)eine nützliche Gabe ist, dass ich Hintergrundmusik sehr gut ausblenden kann. Deshalb stört mich auch das 47. „Last Christmas“ im vorweihnachtlichen Kaufhaus oder Radio nicht.

Was allerdings immer geht, ist das Trans Siberian Orchestra. Die meisten werden deren Lied „Wizards in Winter“ kennen, das vor beinahe 10 Jahren in einem Video durchs Netz flitzte, in dem ein Ami sein Haus passend zur Melodie illuminierte. Es gibt insgesmt drei CDs von diesem Projekt, auf denen ein Haufen bekannter Weihnachtstitel durch das gesamte Orchester genudelt werden. Mal wilder, mal ruhiger, ist das stilistisch mit einer Rock-Opera vergleichbar. Keine hohe Musikkunst, aber doch festlich anzuhören und auch wieder mit tieferen Tönen versehen.

Abschließend noch ein Tipp für die Weihnachtsgenervten, aus welchem Grund auch immer: Hört man sich mein Lieblingsweihnachtslied „The Hat I Got For Christmas Is Too Big“ erst einmal an, entnervt sich auch der größte Grinch recht schnell. 🙂

1 Kommentar

  1. Ah, sehr schön! Die 50 Weihnachtsklassiker habe ich mir vor ein paar Jahren auch gegönnt und die laufen auch rauf und runter. Sind aber wirklich ein paar nette Sachen dabei, u.a. ja auch „The Hat I Got For Christmas Is Too Big“.

    Ansonsten kann ich noch „A Very She & Him Christmas“ von Zooey Deschanels Band She & Him empfehlen. Auch sehr schöne Songs.

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